Standnarkose oder Vollnarkose? Die 4 gefährlichsten Ausschlussklauseln bei Pferde-OP-Tarifen
Viele Pferdehalter wiegen sich in Sicherheit, sobald sie eine OP-Versicherung abgeschlossen haben. Im Schadensfall folgt dann oft das böse Erwachen, wenn die Versicherung die Übernahme verweigert.
Wer Tarife vergleicht, muss auf diese vier Knackpunkte achten:
Beschränkung auf Vollnarkosen: Viele moderne Eingriffe (Zahnchirurgie, Griffelbein, Gelenkspiegelung) werden heute schonend im Stehen unter Sedierung durchgeführt. Veraltete Tarife zahlen nur bei Vollnarkosen – Eingriffe in Standnarkose bleiben unversichert.
Zu lange Wartezeiten bei Kolik: Allgemeine Wartezeiten liegen oft bei 3 Monaten. Bei Koliken sollte die Frist maximal 7 bis 30 Tage betragen, da Koliken unvorhersehbar auftreten.
Ausschluss regenerativer Therapien: Moderne Verfahren bei Sehnen- und Bänderschäden (z. B. Stammzelltherapie, PRP/Eigenblut) werden von manchen Tarifen abgewiesen.
Starre Jahreshöchstgrenzen: Deckelungsgrenzen von 2.500 € oder 3.500 € pro Jahr greifen bei einer 8.000-Euro-Kolik-Rechnung viel zu kurz. Der Tarif sollte unbegrenzt sein oder mindestens 10.000 € Deckung bieten.
Hinweis: Unsere Beiträge dienen der Orientierung rund um Behandlungskosten und stellen keine tierärztliche Beratung oder Diagnose dar.