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Tierärztin untersucht einen Hund mit Ultraschall in der Praxis
Hund3 Min.

GOT-Kostenfalle beim Hund: Reale Tierarztkosten bei Kreuzbandriss & Magendrehung

Ein unglücklicher Tritt beim Toben im Park oder ein aufgeblähter Bauch am späten Sonntagabend: Medizinische Notfälle treffen Hundehalter meist völlig unvorbereitet. Seit der Novellierung der Tierarztgebührenordnung (GOT) haben sich die Behandlungskosten für Routine- und Notfalleingriffe drastisch verändert.

Typische Notfall-Kosten in der Praxis:

  • Kreuzbandriss (TPLO-Operation): Der Riss des vorderen Kreuzbands gehört zu den häufigsten orthopädischen Eingriffen. Neben der Operation fallen Voruntersuchungen, digitales Röntgen, Narkoseüberwachung sowie die stationäre Unterbringung an. Gesamtkosten (2-facher GOT-Satz): 2.200 € bis 3.400 € (ohne Physiotherapie).
  • Magendrehung (Notfall-Laparotomie): Eine lebensbedrohliche Situation, die fast immer nachts oder am Wochenende auftritt. Hier greift zwingend die gesetzliche Notdienstpauschale plus mindestens der 3- bis 4-fache Gebührensatz für Notfallmedikation und Intensivüberwachung. Gesamtkosten (3- bis 4-facher GOT-Satz): 3.500 € bis 5.200 €.

Die größte Kostenfalle: Der Gebührensatz im Notdienst

Tierkliniken sind gesetzlich verpflichtet, im Notdienst mindestens den doppelten und bis zum vierfachen Satz abzurechnen. Liegt die Obergrenze einer Versicherung bei 1.500 € oder deckt der Tarif nur den 1-fachen Satz ab, bleibt der Tierhalter auf Tausenden Euro Eigenanteil sitzen.

Tipp: Achte bei der Tarifwahl zwingend darauf, dass Behandlungen bis zum 4-fachen GOT-Satz und die Notdienstgebühren ohne starre Jahreshöchstgrenze mitversichert sind.

Hinweis: Unsere Beiträge dienen der Orientierung rund um Behandlungskosten und stellen keine tierärztliche Beratung oder Diagnose dar.